
Der in München ansässige Mobilfunkanbieter Telefónica O2 mottet seine neu erworbene Marke Alice in den nächsten zwei Jahren ein. Die der spanischen Telefongesellschaft Telefónica angehörige deutsche Tochter bekam Ende Januar 2010 das Okay durch die Europäischen Kommission zur Übernahme des Internetdienstleisters HanseNet, welcher zuletzt mit der Marke Alice um Privatkunden geworben hat. HanseNet war bislang unter italienischer Flagge ein Unternehmen der Telecom Italia.
Im Sommer 2012 soll mit Alice endgültig Schluss sein. Was mit dem Alice-Testimonial Vanessa Hessler geschieht, ist keinesfalls sicher. Unter dem Motto “Alice ist jetzt bei O2 zuhause”, findet auch Hessler Einzug in die O2-Shops. Nach der Beerdigung der Marke Alice, soll O2 über eine weitere Zusammenarbeit mit dem italienischen Model nachgedacht werden. Die finale Entscheidung steht noch aus.
Den großen Knall wird es nicht geben: O2 will mit der Einstellung der Marke Alice sehr behutsam vorgehen. Am PoS ist die Integration in das O2-Portfolio bereits sichtbar. So wird es vorab auch weiterhin TV-Spots und Printanzeigen von Alice geben (Agenturen: D. Pole Communication, Hamburg, und Republic, Mailand).
Fotos: Telefónica O2; Montage: Pottval

Beck’s: Eine deutsche Biermarke, welche bis ins Jahr 1949 hinein, ausschließlich im Ausland zu erwerben war, befindet sich zur Zeit in der Mittlebenskrise – neudeutsch Midlife Crisis. Anders ist es nicht zu erklären, warum die Marke der weltgrößten Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev nur noch der jungen Zielgruppe angehören will.
Auf bundesweit über sechzehntausend Werbeanzeigen heißt der Marketingstar Beck’s Gold, ein typisches Lagerbier in einer glasklaren Flasche, welches schon einige Jahre Anklang in Szenebars findet. Zumeist auch teurer als das “stinknormale” Pils in der grünen Glasflasche. Alte Herren, Normalos und Spießer werden laut Werbebotschaft mit den Worten “Lieber geiles Bier als gepflegtes Pils” plattgewälzt. Die Kernmarke Beck’s stürzt sich mit seinen Mitstreitern Beck’s Gold, Beck’s Green Lemon und Beck’s Ice ins Delerium.
Wie W&V, fragen auch wir uns: “Nenne uns einer einen triftigen Grund, warum man danach noch, ohne Spott zu riskieren, eine dieser dunkelgrünen Flaschen mit rotem Etikett in die Hand nehmen sollte?”
Foto: AB-Inbev, becks.de

Die zur Daimler AG gehörende Automobilmarke Mercedes-Benz erneuert nach über zwei Jahren seinen Markenauftritt. Zuletzt im Oktober 2007 verabschiedete man sich von der 3D-Anmutung zur zweidimensionalen Einfachheit, was die Marke von den unzähligen anderen Automobilherstellern abhebte. Nun “strahlt” der chromartige Stern wieder in 3D und entspricht zu 100 Prozent dem Emblem auf den Fahrzeugen. In der FAZ ließ Daimler-Chef Dieter Zetsche durchklingen, dass ihn die zweidimensionale Anmutung nie recht gefallen hat. Letztendlich springt Mercedes-Benz auf den Me-too-Zug der beliebigen Marken Opel, Fiat, Peugeot und Citroën auf, welche ebenfalls (in den letzten beiden Jahren) ihre Auftritte dem 3D-Emblem ihrer Fahrzeuge angepasst haben.
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