Von Google Analytics auf Piwik

Wer eine Website betreibt, ist natürlich stets daran interessiert, wie diese genutzt wird: Wie viele Besucher kommen auf meine Website? Woher kommen meine Besucher? Welche Inhalte werden betrachtet? Das ist nur ein Bruchteil von vielen Fragen, die sich in Bezug auf die eigene Internetseite stellen. All diese Fragen beantwortet ein sogenanntes Web-Analyse-Werkzeug, um gegebenenfalls das Angebot verbessern oder auf die Zielgruppe hin optimieren zu können.

Zu den Platzhirschen zählt das von der Firma Urchin entwickelte Web-Analyse-System, welches 2005 vom Suchmaschinenanbieter Google aufgekauft worden ist und heute unter der Bezeichnung Google Analytics angeboten wird. Google Analytics setze ich seit Sommer 2006 auf vielen eigenen und Kundenwebsites ein. Vorteil hierbei war, dass ich eine Vielzahl an Domains mit einem Account beobachten konnte, um nicht unnötig zwischen mehreren Web-Statistiken pro Domain zu pendeln. Jedoch hat die Verwendung von Google Analytics auch seine Schattenseiten. Einigen Nutzern ist gar nicht bekannt oder bewusst, was die Nutzungsbedingungen alles zu Tage bringen:

2.1 Vorbehaltlich einer Änderung der Bedingungen nach Klausel 15 wird der Service unentgeltlich erbracht, vorausgesetzt dass (a) über Ihr Account monatlich nicht mehr als fünf Millionen (5.000.000) Page Views verarbeitet werden oder (b) Sie eine aktive Adwords-Kampagne bei Google laufen haben, die nach Googles freiem Ermessen hinreichend bedeutend ist.

… Weiter im Text…

2.2 Google ist berechtigt, die Entgelte und Zahlungsbedingungen für den Service von Zeit zu Zeit zu ändern, einschließlich aber nicht beschränkt auf die Einführung zusätzlicher Entgelte für geografische Daten, für die Einführung von Kosten-Daten aus Suchmaschinen oder anderer Entgelte, die Dritte von Google oder seinen verbundenen Unternehmen für die Aufnahme von Daten in den Service beanspruchen. Google wird Sie über Änderungen der Entgelte oder Zahlungsbedingungen über die Webseite http://www.google.com/analytics (oder diejenige andere Website, die Google Ihnen gegenüber für diese Zwecke bezeichnet hat) in Kenntnis setzen. Ihr fortgesetzter Gebrauch des Services nach einer solchen in Kenntnissetzung gilt als Annahme dieser Änderungen.

Und zur Krönung sollte man den von Google zitierten Text aus Punkt 8.1 in seine eigene Datenschutzerklärung übernehmen:

„Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert … Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen…“

Weiterlesen: Vorteile von Piwik gegenüber Google Analytics


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Ich bin Christian, beschäftige mich hauptberuflich mit der externen unternehmerischen Nutzung sozialer Medien und programmiere nebenbei leidenschaftlich Internetseiten. Darüber hinaus schreibe ich hier über alles was mir zum Thema Neue Medien, Netzkultur und Gestaltung in den Sinn kommt. Bei Fragen, fragen :)

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